10.4. Cluster Filesysteme sparen Serverräume, Switches, Verkabelung

Bei der Neuplanung der veralteten Verkabelung eines Gebäudes sind viele Dinge zu beachten. Etagenweise werden Kabelstränge (CAT 5/6/7..) gesammelt, die in Gigabit - Switches münden, und von dort aus dann per Glasfaser in den Serverraum, in welchem dann die gesamte Bandbreite in einem Server aufschlägt. Nicht nur die Server selber müssen genügend Leistung für nx 1 GBit Anschlüsse besitzen, mit RAID - 10 ausgestattet sein, sondern auch teure Switches müssen angeschafft werden. Dieses Geld kann man sparen, indem man auf jeder Etage einen Mini-Server mit Linux Cluster - Software anstelle des Gigabit - Switches installiert, und die Verkabelung auf 10MBit beläßt. Die Mini-Server arbeiten als File-, Mail-, Proxy- ... Server mit Replikation. Sobald Daten gespeichert wurden, repliziert der Mini-Server diese vollautomatisch zu den anderen Mini-Servern, verteilt die Files auf mehrere benachbarte Mini-Server und zwar verschlüsselt. Fällt ein Server aus, so arbeiten die Clients weiter, indem sie sich an einen oder mehrere andere Server wenden, die diese Daten noch vorrätig haben. Der Übergang erfolgt unbemerkt für die User. Sobald der Server wieder hergestellt ist, restauriert dieser seine Festplatte mit Hilfe vollautomatisch aus dem Cache seiner Nachbarn.

Genau dies ist die Standard - Installation des CODA - Filesystems, welches serienmäßig in jedem Linux Kernel enthalten ist, in jeder Linux Distribution seit Jahren enthalten ist, und frei genutzt werden kann. Aber auch mit allen anderen Replikationsmechanismen oder Network - Filesystemen läßt sich ein Abgleich realisieren.