- Absoluter Pfad - ist die Angabe es vollständigen Pfades einer Datei,
z.B. /usr/sbin/useradd, zum Starten des Progamms useradd. Im Gegensatz dazu
wird beim relativen Pfad z.B. ../usr/sbin/useradd angegeben, sofern das
aktuelle Verzeichnis /root ist.
- Baumstruktur - Beginnend mit dem obersten Verzeichnis /, auch root
genannt (nicht zu verwechseln mit dem Home-Verzeichnis des Users root =
/root), gibt es eine Art Baumstruktur, die sich immer weiter verzweigt.
- Binaries - sind ausführbare Programme, die in verschiedensten
Verzeichnissen verteilt sind: /bin/, /usr/bin/, /usr/sbin/, /usr/local/bin/.
Wenn der Suchpfad nicht auf diese Verzeichnisse zeigt, dann können Programme
nur unter Angabe des absoluten Pfades gestartet werden. Binaries müssen das
Executable Flag gesetzt haben, damit sie gestartet werden können. Man ändert
es mit chmod u+x name.
- Dämon - ist ein Dienstprogramm, welches auf Anfragen eines Clients
antwortet. Jedem Dienst ist ein Port zugeordnet, welche in /etc/protocols
und /etc/inetd.conf definiert und aktiviert werden. Dämonen bezeichnet man
oft auch als Server, z.B. WWW-Server. Damit ist der Dämon httpd auf dem Port
80 gemeint.
- DEB ist das Debain Paketformat, welches über ähnliche Eigenschaften
verfügt, wie das RPM Paketformat, es darf jedoch unter GPL verwendet
werden.
- Dienst - Ein Dienst ist immer dann aktiv, wenn ein entsprechender
Server - Dämon gestartet wurde.
- Distribution - Distributionen unterscheiden sich beim Komfort der
Installationsprogramme, den Paketmanagern, den Start/Stop Skripten und bei
den Verzeichnissen, in denen die Binaries und Konfigurationsdateien liegen.
Ansonsten ist LINUX=LINUX.
- Installationsprogramm - Das am weitesten verbreitete
Installationsprogramm ist rpm. Es gibt aber auch Distributionen, die das PKG
oder .DEB - Format verwenden. Bei der Installation von LINUX bietet jeder Distributor
eigene Programme an, die zumeist unter Verwendung von RPM die Installation
eines LINUX Servers ermöglichen.
- Konfigurationsdateien - sind Dateien, die das Verhalten von Dämonen
steuern. Diese befinden sich immer im Verzeichnis /etc/ bzw. bei komplexeren
Dämonen auch in Unterverzeichnissen unterhalb von /etc/.
- LILO ist ein kleines Assembler Programm, welches den LINUX und
auch andere Kernl booten kann.
- Mounten - ist das Einbinden von formatierten Partitionen in deine
Verzeichnisstruktur der Festplatte. Es muß zuvor ein Mounting-Point
existieren, der ungenutzt ist, z.B. mount -t iso9660 /dev/hdc /mnt/cdrom ist
ein solches mount Kommando, welches die Verzeichnisse der CDROM in das
Verzeichnis /mnt/cdrom einblendet, also mountet. Mounten ist das ankoppeln
einer Verzeichnis-Baumstruktur an einem Mounting-Point. Das Ergebnis ist
eine größere Baumstruktur.
- Mounting - Point - ist zumeist das Verzeichnis /mnt selber, oder ein
Unterverzeichnis, sofern mehrere Partitionen in ein Verzeichnissystem
eingebunden werden.
- Pfade - Pfade sind Verzeichnisse, unterhalb denen Programme, Skripte
oder andere Datein zu finden sind. Unter Pfad versteht man auch oft den
Suchpfad.
- Port - Jedem Dienst ist ein Port zugeordnet. Bei der Verbindung eines
Clients mit einem Server muß diese Portnummer immer im TCP/IP Paket
enthalten sein, neben Quell-Adresse und Zieladresse. Wenn man z.B. mit Hilfe
des Netscape Browsers sich an einen WWW-Server wendet, dann wird automatisch
der Port 80 in das TCP/IP Paket hineingeschrieben, ohne daß der User etwas
davon merkt. Die Angabe
http://www.little-idiot.de ist hierbei identisch mit
der Angabe
http://www.little-idiot.de. Man kann Dienste auch auf
andere Ports verlagern. Hierzu muß man in der Steuerdatei des INET-Dämons,
also in /etc/inetd.conf bzw. in /etc/services die Einträge verändern.
- Quotas - dienen der Begrenzung des nutzbaren Speicherplatzes eines
einzelnen Users oder einer Userguppe. Man spricht von User-und
Gruppenquotas.
- Regexpr ist ein Begriff aus einem String. Wenn Sie z.B. nach
sex filtern, dann werden alle Regexpr, also Ausdrücke gesperrt, die
dieses Wort enthalten. Findet z.B. Anwendung im SQUID Proxy-Cache beim
Filtern von bösen Worten aus der URL in Browsern.
- Relativer Pfad - Angenommen, Sie möchten eine Datei aus
/usr/local/bin/ in /usr/src/ kopieren. Sie befinden sich in usr/local. Dan
lautet der Copier - Befehl: cp bin/datei ../src . Mit .. bewegt man
sich im Baum aufwärts.
- RPM Paketmanager - Das RPM Paketformat enthält neben allen Dateien,
die installiert werden müssen, auch noch Informationen über
Paketabhängigkeiten. Es ist das von RedHat erfundene Paketformat, welches
sich als Standard etabliert hat.
- Runlevel - Runlevel sind verschiedene Bootkonfigurationen, zwischen
denen man beliebig wechseln kann. Welche Runlevel es gibt, steht in der
Datei /etc/inittab. Beim Wechsel zwischen den Bootkonfigurationen werden
alle Programme und Dienste beendet. Es verbleibt nur noch der UNIX Kernel
und eine einfache Shell. Danach werden die dem Runlevel entsprechenden
Dienste wieder gestartet. UNIX wird also niemals gebootet, es werden nur
Runlevel gewechselt. Runlevel 0 entspricht einem Herunterfahren des System,
damit man es ausschalten kann. Dies kann man auch durch STRG-ALT-DEL
erreichen.
- Server - Mit Server ist zum einen der LINUX Rechner selber gemeint,
sofern der bestimmte Dienste bzw. Dämonen aktiviert hat, zum anderen ist mit
Server ein einzelner Dienst gemeint, der von einem Dämon bereitgestellt
wird.
- Start/Stop Skripte - Jede LINUX Distribution ermöglicht es, einzelne
Dämonen bzw. Dienste zu starten oder zu stoppen. Unter RedHat V7 LINUX
befinden sich diese unter /etc/rc.d/init.d/. Alle Runlevel greifen auf diese
Skripte zurück. Mit /etc/rc.d/init.d/httpd stop kann man z.B. den Apache
WWW-Server - Dienst anhalten, bzw. beenden.
- Suchpfad - Mit echo $PATH kann man sich den Suchpfad anzeigen lassen.
Mit dem Kommando export PATH=$PATH:.:/usr/local/.... kann
man Suchpfade ergänzen bzw. erweitern.
- Verzeichnisse - Man ordnet Programme und Daten in Schubladen ein, die
hierarchisch aufgebaut sind. / , auch root genannt, nicht zu verwechseln mit
/root, dem Homeverzeichnis des Users root, ist das oberste Verzeichnis. Alle
anderen befinden sich darunter. Beim Mounten von anderen Partitionen in eine
bestehende Partition verschieben sich die Verzeichnisangaben um den sog.
Mounting-Point.