Die Zwerge stellen sich auf der Linie auf. Zunächst nur zweie. Angenommen, diese hätten dieselbe Mützenfarbe, rot: RR. Nun stellt sich ein Zwerg daneben, mit grüner Mütze: RRG. Alle weiteren Zwerge wählen nun, weil sie selber ja nicht genau wissen, welche Farbe ihre Mütze hat, genau die Grenze zwischen Rot und Grün, wobei die anderen auseinanderrücken. Während zunächst jeder Zwerg Betrachter ist, wird er zum Betrachtem. Die implizite Logik dabei ist also, daß er seine Rolle wechselt, in dem Moment, wo er sich auf der Line genau auf der Grenze zwischen Rot und Grün aufstellt. Es besteht daher kein Bedarf, daß jemand die Zwerge aufteilt, Kommunikation untereinander ist ebenfalls nicht nötig, um zum Ziel zu gelangen, aber nur dann, wenn wirklich jeder das Prinzip verstanden hat, genau weiß, was er zu tun hat, und vor allem - mitdenkt und diszipliniert handelt:
RR
RRG
RRGG
RRGGG
RRRGGG
RRRRGGG
RRRRGGGG
...
RRRRRRRRRGGGGGGGGGGG
Dieses Beispiel soll anschaulich machen, daß sehr viel unnötiger
Kommunikationsaufwand bei der Programmierung (Abstimmungen,
Teambesprechungen, Kaffeekränzchen mit Kuchen) vermieden werden kann, wenn
allgemein mitgedacht wird. Jeder denkt für den anderen mit, macht ihn frühzeitig
auf Fehler aufmerksam, verhindert so aufwändige Korrektur - und Nachbesserungsarbeiten.
Und nun noch ein weiteres Rätsel: "Wie sieht die Zwergenlösung aus, wenn 3
Hutfarben im Spiel sind?". "Was folgt daraus für die Lösung mit 2
Hutfarben?".| Zurück | Inhaltsangabe | |
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